Wunder und Herzen

Wenn ein Wunder in der Welt geschieht,
geschieht’s durch liebevolle, reine Herzen.

                            Johann Wolfgang von Goethe

109 Rote Rose

Ich bin weder ein guter Goethe-Kenner noch ein besonderer Goethe-Fan, aber mit diesen Worten trifft er etwas… Bestimmte Momente bleiben mir im Herzen wegen der klaren reinen Herzensverbindung, die da bestand. Wie kleine Perlen füllen sie mein Herz mit Erinnerungen an wunderbare Momente.

Andererseits haben klare offene Herzen viel Kraft, etwas in der Welt zu bewegen. Immer wenn mir so ein Wunder begegnet, bin ich dankbar für die Herzensberührung.

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10 Gedanken zu „Wunder und Herzen

  1. „Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.“

    Stammt auch von Goethe und ich mag ihn auch nicht besonders… 😉
    Aber man zupft seine „Lebensblumen“ auch auf fremden Wiesen; Hauptsache zum Moment passend…

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    • Das hat er auch gesagt? Das find ich ja schon eher wieder abfällig gegenüber Wundern, als ob nur dumme Glaubende sie sich zusammen stricken. Passt so gar nicht zu meinem Zitat oben? Manchmal frage ich mich, ob bestimmte Worte wirklich von jenen Menschen geäußert wurden, denen man sie in den Mund legt.

      Deinen letzten Satz verstehe ich nicht recht.

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      • Ich dachte als Blumenliebhaber wüsstest du, was ich damit meine… 😉
        Und du hast mein Zitat missverstanden (obwohl man es natürlich auch SO, wie du gerade eben, verstehen kann).
        Es heisst für mich, wo du etwas mit ganzer Kraft glaubst (meine ich NICHT religiös), da können Wunder entstehen, durch die Kraft deines Glaubens daran. Den Satz finde ich schön und für mich zutreffend.
        Weil du sagtest, du bist nicht unbedingt Fan von Goethe und auch kein Kenner seiner Werke: Man zupft seine Lebensblumen (also seine Lebensweisheiten oder Wahrheiten) auch auf fremden Wiesen (Werke die man nicht so gut kennt, aber das Zitat gut findet). Hauptsache es passt zu dem, was man sagen will…

        Alles klar? :mrgreen:

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      • Ach so, ja so kann man das von dir angeführte Goethe-Zitat natürlich auch verstehen. Und ja, die Kraft des Glaubens ist nicht zu unterschätzen und kann auch Wunder ermöglichen.

        Ja jetzt verstehe ich die auf fremden Wiesen gepflückten Blumen 😆 So ist es ⭐

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  2. Goethe war ein sehr fortschrittlicher Geist. Seine literarischen Werke gehören zwar auch nicht zu meinen „Lieblingen“, vielleicht aber nur deswegen, weil sie hochgeistig und tief bedeutungsvoll sind, was sie infolgedessen häufig schwer verständlich macht. Ich fand es aber klasse, als ich erfuhr, dass Literatur bei weitem nicht sein Hauptlebensinhalt war, sondern er sich sehr den philosophischen Wissenschaften widmete und dabei Rudolf Steiner und der Anthroposophie sehr nahe stand. Siehe:
    Wikipedia: Goetheanismus
    Da ist er in meiner Achtung noch mal deutlich gestiegen.

    Wünsche allen ein schönes Wochenende,
    Helga

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    • Wenn jemand das, was er zu sagen hat – und mag es noch so komplex oder tiefgehend sein – nicht so ausdrücken kann, dass die Masse ihn verstehen kann, dann ist mir das aus Prinzip unsympathisch. „Hochgeistig und tief bedeutungsvoll“ muss überhaupt nicht einhergehen mit „kompliziert ausgedrückt“. Wenn keine Herzensweisheit dabei ist, dann sind mir hochgeistige Gedanken suspekt. Und wenn Herzensweisheit dabei ist, dann sprechen die Worte auch zu den Herzen von Lesern und können verstanden werden.

      Wenn Goethe (* 1749, gest. 1832) und Steiner (* 1861, gest. 1925) sich Ideen-technisch oder geistig nahe gestanden sind (was anderes kann es ja nicht sein, da sich ihre Lebenszeit nicht überschneidet), dann macht mir dies Goethe in keiner Hinsicht sympathischer und wertet ihn für mich auch nicht auf. Eher wertet es in meinen Augen Steiner ab 😛

      Goethe hat sich wohl mit mystischen und alchemistischen Schriften beschäftigt, was im Faust verwertet wurde, aber wenn es eine rein geistige Auseinandersetzung geblieben ist, na und?!

      Ich zitiere Goethes Biografen: Er war „lebhaft, von überschäumendem Temperament und eigensinnig, aber ohne Tiefgang“. (Quelle: Wikipedia: Johann Wolfgang von Goethe) Vieles, das ich unter dieser Quelle lese (innige Beziehung zur eigenen Schwester, die inzestuöse Gefühle einschloss, von der Mutter „Hätschelhans“ genannt, war streng und pedantisch, lebte von den Erträgen des ererbten Vermögens, genoss eine aufwändige Ausbildung), stellt mir Goethe eigentlich erst recht eher unsympathisch dar.

      Aber die Geschmäcker dürfen verschieden sein und man darf es damit halten wie man mag 🙂

      Liebe Grüße und auch dir ein schönes WE!
      Marion

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