Halb / halb

172 Halb_halb_22.11.2014

So stand der Baum gestern um 10.30 Uhr aus meiner Sicht… Halb noch im Nebel, halb schon von der hinter dem Hügel hervorkommenden Sonne beschienen.

Als mir der Titel Halb / halb dazu einfiel, musste ich sofort daran denken, dass es bei uns daheim, als ich Kind war, häufig Knödel gab, die von Pfanni, da stand Halb und halb drauf. Und irgendwann hab ich meine Mama mal gefragt, warum die so komisch heißen? Ich weiß es nimmer, aber ich mochte sie nicht sonderlich. Fertigpampe, meinetwegen halb und halb von was auch immer. Viel lieber mochte ich frisch gemachte Semmelknödel oder Kartoffelknödel, auch wenn das so viel mehr Arbeit ist.

Aber zum Halb und halb gibts noch eine andere Assoziation. Meine Lebenssituation fühlt sich auch an wie halb drinnen, halb draußen und ich könnte noch nicht mal genau erklären, wo drinnen oder draußen. Aber es ist anstrengend und ich wünschte, ich wäre mal entweder ganz drin oder ganz draußen, aber mal irgendwas ganz und nicht ständig zwischen irgendwelchen Stühlen und innerlich halb zerrissen. Nur mein Wunsch scheint in dieser Hinsicht keine Rolle zu spielen und muss dem höheren Ziel scheinbar untergeordnet werden, eine bestimmte Entwicklung ablaufen zu lassen. Ich kann nur hoffen, dass dieser Zwischenzustand nicht länger als unbedingt nötig andauert.

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7 Gedanken zu „Halb / halb

  1. Hiess bei uns „halbbatzig“, den Zustand meine ich. Nicht vom bayrischen „Batz“ sondern vom schweizerischen und süddeutschen „Batzen“, eine Münze. Früher mal 20 Rappen, heute sogut wie gar nix wert, deswegen „halbbatzig“. So fühl ich mich auch gerade… :-/
    Übrigens, mein Inkognito ist gerade hinüber, freiwilligerweise meinerseits…. 🙂
    LG Iwan

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    • Das ist lieb AnDi.

      Ich denke, die Entscheidung ist schon gefallen, wohin ich gehen will. Nur ist das ein Prozess, der nicht grad locker vom Hocker vonstatten geht und sich einiges sperrt, weswegen es sich so mühsam anfühlt und seine Zeit braucht. Da sind sehr unterschiedliche Kräfte in mir gleichzeitig am Werk und zerreissen mich gefühlt manchmal.

      Aber letztlich wird es dahin gehen, wo es für mich am besten ist. Und irgendwann werde ich doch damit wohl auch durch sein müssen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 😉

      LG, Marion

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