Marion goes smart

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Ein Internetanschluss mit Skype-Möglichkeit daheim, ein Telefon-Festnetzanschluss sowie ein Prepaid-Handy reichten mir, um mich kommunikativ für meine Bedürfnisse ausreichend ausgestattet zu fühlen. Das Mindestangebot an TV-Sendern, ich will ja nicht vor der Glotze verblöden. Eine Flat fürs Festnetz wollte ich nicht, ist aber inzwischen bei meinem Anbieter (dem günstigsten an meinem Ort) Mindestangebot (drunter geht gar nicht mehr) und beinhaltet sämtliche Gespräche ins Schweizer Fest- und Mobilnetz. Na gut, auch praktisch. Die Sprachqualität auf jeden Fall bessser als über Skype. Nun…

Der Akku des Prepaid-Handies wird schwächer. Ein neues Prepaid-Handy? So eine Kamera-Möglichkeit auf einem Smartphone, das man immer dabei hat, wär manchmal schon fein…

Morgens fühlte ich mich auf dem Weg in die Arbeit in der Bahn zwischen all den tippenden, telefonierenden und auf das kleine Teil fokussierten Menschen ein wenig wie ein Alien. Aber ich sah bisher auch gern aus dem Fenster, beobachtete die aufgehende Sonne, die schöne Landschaft, die vorbeiziehenden Häuser… Und kam umso entspannter und mit freiem Kopf in der Arbeit an.

Nun schwächelte auch mein geliebter flacher Samsung MP3-Player, für den ich Zuhause ein Wiedergabegerät mit rundem Lautsprecher stehen habe, der die Klänge im Raum schön in alle Richtungen verteilt. Hm… Beim Kochen oder bei Handarbeiten mag ich schon ganz gerne meine Musik hören. Sie trägt mich, manchmal stärkt sie mich. Die Smartphones bieten teils die Möglichkeit der Musikspeicherung und Wiedergabe. Kombinieren?

Ich lagerte die Frage aus und schrieb auf meinen Wunschzettel für Weihnachten u.a., dass ein Smartphone zu teuer sei, ich aber dankbar für Tipps und Hinweise wäre, worauf ich zu achten hätte, um nachher mit so einem Teil auch Freude zu haben und nannte meine Bedürfnisse.

Als die Geschenke ausgepackt waren und das Thema Smartphone völlig links liegen geblieben war, sprach ich es an. Worauf meine Tochter meinte, ihr Angebot stehe nach wie vor, dass ich ihr altes haben könnte. Für ca. 20 € wäre ein neuer Akku dafür zu bekommen. Ein Samsung Galaxy Ace i.

Ich nahm das Angebot an und dachte: Immerhin eine Möglichkeit, mich langsam und spielend mit den Möglichkeiten vertraut zu machen; um dann weiter zu sehen. Dass es sich um eine eigene kleine Welt handelt, war mir klar. Aber ich scheute irgendwie den Eintritt in diese.

Tja, nun bin ich am Dazulernen. Der Einstieg schien mir etwas holprig und war insofern frustrierend, als der eine und andere Bescheid wusste und diesen und jenen Tipp gab, mit dem ich noch nichts anzufangen wusste. Überblickte  ja noch nicht mal die Funktionsweise dieses Teils. Meine Tochter hatte die Speicherkarte und das Kabel zum Verbinden mit dem Laptop daheim vergessen. Also schaute ich mal, was ohne das geht. Erste Erfahrungen mit dem freien W-Lan im Postauto, auf dem Bahnhofsgelände in Aarau und in den Restaurants, wo ich manchmal zu Mittag esse. Die Mittagspause ging immer viel zu schnell vorbei, der Aufenthalt im Bus auch. Zugangscode per SMS… Wie kann ich die Seite runter legen, um es zu lesen? Schon wieder aussteigen, herrje…

Dann am Montag Mittag endlich der erste richtige Kontakt zum W-Lan. Endlich war ich drin. Beim Essen dann die ersten WhatsApp-Nachrichten verschickt und beobachtet, was passiert: „… schreibt“. Aha. Antwort kommt rein. Ich schreibe zurück. Aber ach, essen muss ich ja auch noch und einkaufen sollte ich und die Mittagspause geht rum…

Ohne W-Lan keine WhatsApp-Funktion. Weil ich bei meinem Anbieter noch keine Datenübertragung gebucht habe. Hm, mich nach einem neuen umsehen? Mit meinem jetzigen bin ich eh nimmer glücklich. Aber will ich wirklich ständig „on“ sein? Mein Leben vorher hatte seine stillen Zonen, die mir gut tun. Um immer wieder bewusst präsent im Moment zu sein.

Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist.

Laotse

Gestern Abend fand ich dann in der Post die Speicherkarte mit dem Kabel. Hm, im Internet nachsehen, wie man die Karte überhaupt einsetzt. Dann Fotos und Musik auf das Smart spielen. Und ah, jetzt geht auch ein eigener Song für den Telefon-Klingelton, hui…

Heute also die ersten Kamera-Versuche…

Tja, auf dem Weg in die Sauna mit dem Bähnli saß nun ein älteres Ehepaar, das immer wieder zu mir rüber schaute, wenn ich mal kurz den Kopf hob. Nun war ich die, die ständig gebannt mit dem viereckigen Ding beschäftigt war. Seltsam…

Nach der Sauna und Einkauf hatte ich Kohldampf. Und danach schlief es und schlief… Endlich komme ich wieder runter. Und wachte gerade rechtzeitig auf, um mit meinem Chef das vereinbarte Telefonat zu führen. Er braucht mich am Donnerstag Nachmittag im Laden und es ist bei den Schildern nicht so viel los. Also kann ich morgen daheim bleiben und statt dessen am Donnerstag kommen. Ein geschenkter Tag morgen! Zeit für mich… Was für ein Luxus. WhatsApp schweigt. Vielleicht bleibt es noch länger so…

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16 Gedanken zu „Marion goes smart

  1. Liebe Marion,
    du brauchst keine Angst zu haben, das What’s App könne dich tyrannisieren! Da gibt es viele Möglichkeiten:

    – Smartphone ausschalten (du hast ja das Festnetz zuhause) oder
    – auf den Benachrichtigungston einfach erst dann reagieren, wenn du Lust und Zeit hast. Oder du schaust nach, was da reinkam, aber antwortest erst später … oder
    – den Benachrichtigungston ausschalten …

    Also das sollte kein Problem sein, wenn du Ruhe brauchst.

    Aber: man kann in Kontakt sein, wenn man möchte (und der andere auch)! Eben geschossene Fotos sofort weiterleiten zu können, ist auch eine tolle Sache! Eine Freundin von mir ist gerade im Urlaub in Abu Dhabi und hat mir von dort brandaktuelle, traumhafte Fotos geschickt! Das fand ich ganz klasse!!

    Du brauchst dich auch nicht zu hetzen. Ich hab mein Smartphone jetzt seit 4 Monaten und lerne immer noch dazu. Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß mit dem Teil! 🙂

    Liebe Grüße,
    Helga

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    • Danke Helga 🙂 – wie du WhatsApp live mitbekommst, bin ich am Üben 😛 – und kann nun endlich auch WhatsApp Nachrichten verschicken, ohne im WLan zu sein. Ein einfaches Aktivieren der Datenverbindung mit meinem Anbieter reichte aus. Aber um das herauszufinden, vergeht gefühlt zuviel Zeit. Komm wir vor wie Adam & Eva.

      Eigentlich brauch ich mich nicht hetzen, da hast du schon recht. Aber neugierig bin ich dann doch schon, wenn ich nun schon mal so ein Teil habe. Und die Zeit vergeht währenddessen wie im Flug.

      Na ja, wird schon werden. Auch, mich von WhatsApp nicht stressen zu lassen. Die Vorstellung davon ist wahrscheinlich schlimmer gewesen als die Handhabung dann tatsächlich. Und: Haben andere auch gelernt 😆

      Schick dir liebe Grüße zurück
      Marion

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  2. Hallo Marion,
    noch bin ich Smartphone-frei. Fragt sich nur, wie lange. Aber im Ernst: mein Computer frisst schon viel zu viel Zeit. Dir aber viel Erfolg und viel Spass,
    Pit

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    • Hallo Pit, das ist doch tröstlich zu erfahren, dass es auch Smartphone-freie und dennoch zufriedene Leute gibt ;).

      Der Computer frisst schon viel Zeit, das ist bei mir auch so. Einerseits. Andererseits ist es immer eine Frage mit dem ausgewogenen Umgang, wie man den für sich findet. Und das schwankt, wie die Tagesform. Es gibt ja immer innere Gründe, wenn man am Computer (oder dann Smartphone) hängt, statt was anderes zu tun. Man hat theoretisch ja immer die freie Entscheidung.

      Der Erfolg kommt im Moment gefühlt mit viel Zeitinvestition, aber so ist das halt am Anfang manchmal. Spaß macht es allemal, das muss ich schon sagen.

      Liebe Grüße nach Texas, heute ist es hier ziemlich verregnet
      Marion

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      • Hallo Marion,
        klar: man hat die freie Entscheidung. Und manchmal, man sollte es kaum glauben ;), ist der Computer ja auch nützlich.
        Liebe Grüße aus einem bedeckten und kühlen [max. 5 Grad heute] Texas,
        Pit

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  3. Liebe Marion,

    ich kann mir schon vorstellen, dass du noch um einiges mehr Zeit benötigst, um dein Smartphone einzurichten, als ich gebraucht habe; denn ich hatte das Glück, dass ein Freund, der sich sehr gut auskennt, mir alle Grundeinstellungen gemacht hat, und ich somit sofort loslegen konnte.

    Vieles hat er auch nicht eingestellt und vieles auch nicht nach meinem Geschmack, so dass ich nach und nach doch alles erforschen und entsprechend korrigieren musste/konnte. Ich hab auch Apps drauf, wo ich bis heute nicht genau weiß, was die eigentlich machen …??!

    Deshalb: Wenn du als „Neuling“ bei Adam und Eva anfangen musstest, wundert es mich nicht, dass das seine Zeit braucht … Aber wie du schon sagst: Es macht neugierig und es macht auch Spaß … Und was den Umgang damit in zeitlicher Hinsicht angeht, da findet man sein Maß schon. Das ist nicht groß anders als beim Computer …

    In diesem Sinne: Auf gute Verbindung! 😉

    LG,
    Helga

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    • Danke Helga ⭐

      Das ist wohl so, dass ich u.U. umso länger brauche. Allerdings könnte es auch sein, dass mein Ehrgeiz in dieser Beziehung tatsächlich eingeschränkt ist. Oder es braucht einfach sehr lange Zeit. Ich werde ja sehen… 😉

      Die gute Verbindung bleibt 🙂

      LG, Marion

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    • Danke Pit, schön dass du an mich gedacht hast. Hab ich interessiert gelesen.
      Die Realität ist etwas mehr als schwarz oder weiß, Junkie oder Abstinenzler. Aber so ein Gespräch regt an, seinen Standpunkt zu finden.
      Im Moment bin ich nahe dran, glaub ich, die für mich passende Nutzung des Smartphones gefunden zu haben. Mal weiter sehen…

      Danke, das wünsch ich dir auch, einen schönen Restsonntag noch,
      Marion

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      • Hallo Marion,
        stimmt: nichts ist so einfach schwarz-weiß. Für mich selber überlege ich immer noch, ob ich mir ein Smartphone, genauer gesagt, ein Phablet, z.B. Samsung Galaxy Note, zulegen soll. Einerseits brauche ich es nicht und ich würde hier etwa $75/Monat zahlen müssen anstatt $25 für drei Monate, wie jetzt. Andererseits hätte ich einen weit weniger sperrigen Ersatz für meinen Laptop, wenn ich z.B. unterwegs einmal twittern möchte oder texten, oder auch für meine Termine. Auch wäre Texten erheblich leichter. Mit meinem jetzigen Handy ist es kaum moeglich, mit meinen dicken Fingern 😉 die richtige Stelle auf der Tastatur zu finden. Mal sehen, was wird.
        Liebe Grüße,
        Pit

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        • Hallo Pit,

          deine Überlegungen sind gut nachzuvollziehen. Neue Technik bringt schon auch Freude mit sich, wenn man sie nutzt. Immer halt eine Kosten-/Nutzenabwägung.

          Ich merke, dass ich tatsächlich das Fotografieren mit dem Smartphone schätze, um spontan was aufnehmen zu können, wie die „Tischdecken“ gestern. Und ich kann für 5 Fr./Monat bis 150 MB Datenverkehr haben, habe immer noch meine Prepaidkarte drin. Die Datenmenge scheint bei Nutzung von fast nur WhatsApp auszureichen, trotz Fotos und mal Videos verschicken. Würde die Menge vor Ablauf eines Monats aufgebraucht, würden einfach wieder 5 Fr. anfallen. Ich kann jederzeit aussteigen. Damit bin ich ganz zufrieden.

          Ins Internet mag ich mit dem Teil auch nicht gehen, das ist mir zu aufwändig. Das mach ich doch lieber daheim am Laptop.

          LG, Marion

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  4. Hallo Pit,

    das Problem mit den „dicken Fingern“ beim Tippen habe ich auch. Ich hab mir gleich zu Anfang einen Touch-Screen-Pen zugelegt und damit kann ich einwandfrei schreiben.

    Liebe Grüße nach Texas,
    Helga

    Gefällt 1 Person

  5. Hallo Helga,
    bis jetzt habe ich mich damit abgefunden, nur im Ausnahmefall von meinem Handy aus zu texten, insbesondere da mich bei meinem hiesigen „pay as you go“ Tarif jede SMS 20 US-Cents kostet.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

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