Gesundheit und Ernährung – eigene Erfahrungen

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Kürzlich fand ich hier eine vegane („Käse“-Ersatz) Sauce, z.B. zu Nudeln, die sich auch zum Überbacken eignet. Weil sie so in höchsten Tönen gelobt wurde und wirklich gut klingt, druckte ich mir das Rezept aus und besorgte die Zutaten. Kartoffeln, Möhren, Zwiebel, Knoblauch, Cashews…, das klingt spannend.

Gestern war es dann soweit. Der Tag passte insofern, als ich in der Sauna und Schwimmen gewesen war und als Abendessen etwas Leichtes wollte, das trotzdem satt macht. In letzter Zeit störte es mich, dass ich oft relativ zeitnah nach Käsegenuss diesen über die Körperausdünstungen rieche. Entweder verstoffwechselt mein Körper Käse so seltsam oder…, keine Ahnung.

Erst dachte ich bei der Sauce, da ist viel zu viel Flüssigkeit drin, wie soll sie denn die richtige Konsistenz bekommen? Doch sobald ich alles püriert hatte, kam auch die cremige dickliche Konsistenz, womöglich durch die enthaltenen Kartoffeln, deren Stärke und so…

91 Vegane Sauce direkt nach dem Pürieren

Mit den nebenbei gekochten Nudeln vermischt sah es dann in der Tat recht lecker aus…

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und schmeckte auch fein. Nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber würzig und lecker.

Die zweite Portion hab ich in einer Glasschüssel in den Kühlschrank gestellt und heute direkt in den Ofen geschoben. Überbacken schmeckt sie tatsächlich noch einen Ticken besser, das lohnt sich also.

Warum sich meine Begeisterung noch in Grenzen hält, hat folgenden Grund.

Mir scheint, mein Körper hat irgendwann einmal gespeichert: Satt bin ich dann, wenn ich „zugekleistert“ bin. Fleisch, Käse und Fettes (wie Torten, Tiramisu usw.) machen (bei mir) so eine Art Sattgefühl. Dieses Gericht macht dieses Gefühl überhaupt nicht. Das war gestern Abend so angenehm, dass ich ohne die Suche nach weiterem Essen (Süßigkeiten, Knabbereien) meinen Abend verbrachte. Gleichzeitig aber auch so ungewohnt, dass es da ein unterschwelliges inneres Fragen gab: Hat das seine Richtigkeit? Bin ich wirklich satt? Brauche ich wirklich nix mehr? Insgesamt gings mir recht gut damit und schien meinem Körper sehr zu behagen.

Was meine Schulterbeschwerden angeht… Nachdem ich um Weihnachten herum öfter Wurstwaren und Fleisch gegessen hatte, begann sie wieder ordentlich zu meckern, auch mit den Kältestellen, wo der Stoffwechsel gestört ist usw. Ich stellte also den Fleisch- und Wurstgenuss wieder konsequent ein und siehe da, ich erholte mich und die Verbesserung setzte sich wieder in Richtung heil werden fort.

Ich kann nicht sagen und möchte das auch nicht mit dem Kopf abchecken, was da genau passiert. Aber für mich ist eine zumindest vegetarische Ernährung angezeigt, wenn ich gut zu mir sein möchte.

Dieser Test mit der veganen Sauce hat mir gezeigt, dass sich da mehr umgewöhnen muss. Vorerst möchte ich solche Entlastungs-Essen mit einbauen.

Sehr angesprochen hat mich dieser Artikel im Migros Magazin (ohne das Video, das natürlich in der schriftlichen Form nicht drin ist) von seiner ganzen Art her, mit dem Thema umzugehen.

Was mich gegenüber veganer Ernährung noch etwas unsicher macht… Meine Münchner Freundin, mit der ich an Weihnachten zusammen saß, hatte vor Jahren ihre intensiven Kniebeschwerden letztlich mit Ernährungsumstellung auf vegan weg bekommen. Allerdings bekam sie dann Probleme mit den Zähnen und hört nun auf ihren Körper, wenn er etwas zusätzlich braucht.

Auch Attila Hildmann sagt im Interview, dass er u.a. wegen Kalzium täglich zusätzlich eine Tablette einnimmt. Wenn man von einer Ernährung auf die Dauer Mangelbeschwerden bekommt, kann doch irgendwas nicht stimmen, denke ich mir. Aber vielleicht lässt sich das tatsächlich am besten händeln, indem man auf seinen Körper hört, was er gerade braucht und nicht zu extrem oder einseitig ist und schon gar keine Religion aus der Ernährung macht.

Über konstruktive Beiträge und eure eigenen Erfahrungen zum Thema bin ich in dem Fall besonders dankbar. Es interessiert mich, wie es anderen damit geht.

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6 Gedanken zu „Gesundheit und Ernährung – eigene Erfahrungen

  1. Danke für Deine geteilten Erfahrungswerte, was die Ernährung angeht! Ich habe auch darüber nachgedacht, eventuell in meinem Blog davon zu berichten! Ich habe vor fast 2 Jahren meine Ernährung aus gesundheitlichen Gründen auf vegetarisch umgestellt (Ich leide an einer rheumatischen Erkrankung: FMS – Fibromyalgie-Syndrom), die mit schweren Schmerzschüben einhergeht. Meine Entzündungswerte im Blut waren sehr erhöht, so dass die Ärzte mir damals anrieten, weniger Fleisch und Wurst zu essen. Da ich zu diesem Zeitpunkt eh schon kaum davon gegessen hatte, hatte ich dann den Entschluss gefasst, komplett auf Fleisch zu verzichten. Das hat mir persönlich tatsächlich geholfen und hilft mir weiterhin, auch wenn die Schmerzschübe (wie momentan der Fall ist) dennoch präsent sind, aber nicht mehr so stark.
    Ich stimme mit Dir überein, dass man schon auf den eigenen Körper hören sollte, was er braucht.

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    • Ich danke dir ganz herzlich Emmy für deine persönliche Erfahrung, das hätte ich jetzt so nicht vermutet, was hinter deiner veganen Ernährung steckt, aber genau das finde ich wertvoll.

      Muss jetzt fort, möchte bei Gelegenheit aber noch mehr antworten.

      LG, schönen Freitag für dich
      Marion

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      • Liebe Emmy,

        was es nicht alles für gräuliche Krankheitserscheinungen gibt. Ich finde das wirklich interessant zu wissen, was jemanden zu einer Ernährung gebracht hat, die er ohne Symptome wahrscheinlich nicht begonnen hätte.

        Erstaunlich finde ich in deinem Fall, dass die Ärzte dir geraten haben, weniger Fleisch und Wurst zu essen, was – glaube ich – nicht so häufig vorkommt. Und dass es deine Beschwerden gebessert hat, obwohl du vorher bereits sehr wenig davon gegessen hast.

        Hast du mit vegetarisch begonnen und bist letztlich bei vegan gelandet?

        Was sagen die Ärzte zur Ursache der Erkrankung? Wie lange leidest du schon daran? Kann sie sich auch wieder zurückziehen?

        Liebe Grüße
        Marion

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  2. Das was Du nach dem Essen bemerkt hat, stellen die meisten fest, wenn sie eine vegane Mahlzeit genossen haben, satt, aber nicht beschwert, für den Körper ist das pflanzliche Eiweiß viel leichter zu verdauen und umzuwandeln. Mein Mann ist davon ganz begeistert, da er im Gegensatz zu mir eine sitzende Tätigkeit hat, da macht anderes Essen immer müde. Dass man bei veganer Ernährung bestimmte Stoffe dem Körper zuführen sollte, kann man nicht verallgemeinern, jeder Körper reagiert ganz anders , das muss man durch ein Blutbild herausfinden, auf jeden Fall sollte B12 berücksichtigt werden, und jeder muss sich da selber ein bisschen schlau machen. Kalizummangel ist eigentlich kein veganes Problem, aber da gibt es genug Info im Netz . LG Marlies

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    • Liebe Marlis,

      auch dir danke ich ganz herzlich für deinen persönlichen Beitrag. Das ist mir sehr wertvoll.

      Bei Gelegenheit vielleicht noch mehr, muss jetzt weg.

      Lieben Gruß, einen schönen Freitag!
      Marion

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      • Liebe Marlies,

        jetzt mit mehr Zeit…

        Ich hatte viele Jahre eine rein sitzende Berufstätigkeit. Seit 1 1/2 Jahren hab ich nun eine ganz andere Tätigkeit, bei der ich mich viel mehr unterschiedlich bewege. In der früheren Bürotätigkeit erlebte ich auch das Phänomen der totalen Müdigkeit vor dem Bildschirm nach dem Mittagessen, wenn ich in der Kantine eine ganze Mahlzeit eingenommen hatte, wo eher so richtig Hausmannskost gekocht wurde, die tendenziell schwer und fett war.

        Nun, im Netz findet man eine Menge, Kluges, aber auch weniger Kluges und Angst machendes. Ich weiß dann oft nicht, was davon ich nun glauben soll. Muss also meinen eigenen Weg finden, das ist das Gescheiteste. Per Blutbild herausfinden, ob Mangelerscheinungen auftreten finde ich wenig erquicklich und würde ich wohl nur im Notfall machen, vor allem, seit ich in der Schweiz nicht mehr so rundum vollversichert bin wie ich es in D gewöhnt war.

        Ich glaube, bei dir hab ich letztens gelesen, dass du mit Arthrose (Arthritis?) zu tun hast (hattest)? Ist das bei dir der Grund für den Umstieg auf vegan gewesen? Und inwieweit hat das deine körperlichen Probleme gebessert?

        Liebe Grüße
        Marion

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