Stein vom Herzen

Der ist heute gefallen. Nach der ersten Physiotherapiesitzung.

Ich wurde einer Frau zugeteilt, die mir auf Anhieb sympathisch war. Sie fand den Zeitpunkt ideal, jetzt zu beginnen, wo die Schmerzfreizeit weitgehend vorhanden ist. Und meinte, langfristig würden dann Übungen wichtig, um die Neigung meiner Schultern nach vorne zu fallen auszugleichen. Von meiner Beschreibung des Verlaufs tippte sie auch auf „frozen shoulder“. Dass es keine degenerativen Veränderungen gibt, ist natürlich auch eine ideale Voraussetzung. Und sie fand, dass ich selbst schon sehr viel tue mit Schwimmen, soweit es geht und nachher die beleidigten Muskeln mit dem Tennisball der Wand lang bearbeiten.

Na jedenfalls hatte ich einen Heidenrespekt bzw. Angst davor, dass mir in der Physio richtig weh getan wird. Um heute festzustellen, dass sie sehr vorsichtig anfing Muskeln und Sehnen, die wegen der Schonhaltung verkürzt sind, zu dehnen, indem sie sich dagegen lehnte. Aber wirklich mit viel Gefühl und auch wenns mal hier oder da ein wenig zwickt und zwackt, insgesamt sehr angenehm und wohltuend. Während dessen hat sie auf angenehme Art erzählt. Die Behandlung geht jeweils 1/2 Stunde. Nachher fühlte sich die Schulter leichter an.

Engel_schweb

Morgen ist die 2. Sitzung, nächste Woche gehts bei ihr nur am Freitag, danach aber wieder jeweils 2x pro Woche. Mal sehen wohin mich das führt. Zunächst hat mir die Aussicht auf diese Unterstützung heute Flügel verliehen.

Im Nachhall kaum auch Traurigkeit hoch. Denn als sie mich gefragt hatte, was mich in die Schweiz verschlagen hat und ich sagte „die Liebe“ und dann erwähnte, dass die inzwischen auch schon wieder den Bach runter ist und alles damit zusammen hängende erst mal schwierig war, stiegen direkt die Tränen. Aber zu der Geschichte vielleicht ein anderes Mal…

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4 Gedanken zu „Stein vom Herzen

  1. Guten Morgen Marion! Das mit der Physiotherapie kenne ich sehr gut! Dennoch ist es einfach eine Wohltat, wird von Mal zu Mal besser, wird aber auch mal Tage geben, in denen es vielleicht ein bißchen weh tut. Dennoch hast Du Glück eine gute, einfühlsame Physiotherapeutin bekommen zu haben…
    Tja, das andere, weswegen Dir die Tränen gekommen sind, glaube ich, ein wenig nachvollziehen können….Wehmut, Ärger, Enttäuschung..ein schöner Mix aus allem….und vielleicht ganz viel Heimweh…..

    Dennoch Kopf hoch, es wird besser…irgendwie..;-)

    Liebe Grüße, Emmi! 😉

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    • Guten Morgen Emmi, ach ist das lieb, was du sagst ❤

      Es ist schön, wenn du das aus eigener Erfahrung kennst. Und ja, ich denke mir ist bewusst, dass die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit damit verbunden ist, auch an den Schmerz ran zu gehen, manchmal unterwegs auch welchen in Kauf zu nehmen. Das tue ich ja schon die ganze Zeit seit der Triggerpunkt-Massage mit dem Tennisball und dem Thera Cane Gerät. Aber diese Art Schmerz macht mir keine Angst, der ist in Ordnung. Er zeigt ja nur, dass da etwas in Mitleidenschaft gezogen und nicht so ist, wie es sein sollte.

      Meine Angst ging mehr in die Richtung, dass ein Physiotherapeut agieren könnte im Sinne von: Stell dich nicht so an. Diese oder jene Bewegung muss möglich sein und musst du ausführen, sonst wird das nix mit der Wiederherstellung. Also ein gegen die inneren Gefühle vorgehen bzw. ein drüber gehen. Ich konnte dem nur den Vorsatz entgegen setzen, dass ich an so einem Ort nicht bleiben würde, sollte mir derartiges begegnen.

      Gott sei Dank kam es ja ganz anders. Meine Physiotherapeutin sagte, es gäbe auch Physiotherapeuten, die schneller vorgehen als sie, was sich aus ihrer Sicht nicht bewährt, weil es dann wieder zu Entzündungen kommen könnte. Langfristig findet sie die langsame und vorsichtige Methode effektiver und dafür bin ich dankbar. Das findet meine innere Bejahung, auch wenn ich manchmal dazu neige, mich überfordern zu wollen mit dem Willen, rasche Erfolge zu erzielen.

      Heimweh, hm, nicht so wirklich. Nicht nach meinem Geburtsort München, wo ich so lange lebte. Es gibt eher eine Art Heimweh nach etwas, wo ich innerlich Zuhause sein kann. Vielleicht auch dazu an anderer Stelle mehr.

      An der Stelle fällt mir ein, dass ich schon länger noch etwas sagen wollte zu deiner Situation, die du in einem deiner Beiträge geschildert hast.

      Ich wünsch dir einen schönen Tag und danke dir, dass du da bist.

      Liebe Grüße
      Marion

      Gefällt 2 Personen

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