Größer statt kleiner

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Nach überstandenem Krebs trennt sich eine Frau von ihrem Partner und lädt ihren Arzt zum Dank für seine Unterstützung zum Essen ein.

Sie: Wir haben 15 Jahre lang um die gleichen Probleme gekämpft. Wenn man dann noch zusammen bleibt, dann nur aus Angst.

Der Arzt: Und jetzt haben Sie keine Angst mehr?

Sie: Jetzt habe ich nur noch Angst mein Leben zu verpassen; denjenigen zu verpassen, der mich größer statt kleiner macht.

(sinngemäß wiedergegebener Dialog aus der Serie Der Bergdoktor)

301_08.02.2015

Ich habe Angst, es könnte ihn nicht geben,
denjenigen, der mich größer statt kleiner macht.

Aber auch, ich könnte ihn verpassen, wenn es ihn gibt.
Ich könnte etwas falsch machen und ihn dadurch verpassen.
Ich könnte mich zu voreilig oder schnell wieder binden,
an den Falschen.
Und damit den Richtigen verpassen.

Obwohl ich auch spüre: Ich funktioniere nicht mehr wie gewohnt.
Gott sei Dank.

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17 Gedanken zu „Größer statt kleiner

  1. Wenn du gelernt hast, das was du willst, dir frei zu wünschen, selbst wenn es unglaublich ist, daran zu glauben, dann könnte es gut sein, dass der ‚Richtige‘ dir begegnet.
    Dazu benötigst du das Wissen, das nach wertfreier Selbsterkenntnis fragt, in Einheit mit dir…deinem Körper und herauszufinden, was drinnen wie draußen gebraucht wird, um wohl mit jemandem sein zu können…
    Ist es nicht das Gefühl, dass es unaussprechlich leicht sein könnte mit jemandem?
    Doch dazu herausfinden, welche Eigenschaften an anderen Dich anstrengen, anspannen, stressen.

    Ich finde das nicht einfach…
    Doch…du bist auf einem Weg, der für mich gesund und auf der Suche nach Dir klingt.

    Das ist gut…😊

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    • Liebe karfunkelfee,

      was du beschreibst ist das, was ich in all meiner freien Zeit bewusst fördere, soweit es mir gelingt. Zu all dem brauche ich vor allem Zeit für mich. Auch darum arbeite ich 60% und hab meine restlichen Bedürfnisse darauf eingestellt. Damit bin ich recht zufrieden.

      Und: Ja, manchmal ist da auch das Gefühl, es könnte unaussprechlich leicht sein. Keine langen Diskussionen, kein sich einander ständig wieder erklären müssen, kein sich Profilierenmüssen, einfach zusammen sein und wohl sein können, beidseits.

      Die bisherigen Beziehungen, die ich hatte, haben mich jeweils ein Stück weiter zu mir gebracht. Manchmal hab ich einfach Sorge, ich könnte noch von alten Mustern angezogen werden. Aber die Zeit wird es zeigen, wo ich genau stehe.

      Liebe Grüße
      Marion

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  2. Es gibt ihn. Die Kunst ist nicht, zu spüren, das geht, sondern das Gespürte zu interpretieren. Sich nicht in die Tasche lügen. Muss ich mir aufschreiben, das brauch ich wohl auch für mich… *notier*………………..
    Und falls das Obengesagte nichts nützt und es einfach nur abgeht und brennt, hol ich die Feuerwehr oder brenn munter weiter… 🙂

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    • Manchmal denke ich: Es muss ihn geben. Erkenne ich ihn auch? Die Zeit wird es zeigen.

      Hm, die Kunst scheint mir, sich selbst dahin zu entwickeln oder sich dahin entwickelt zu haben, dass das Gespürte nicht interpretierungsbedürftig ist, sondern eins zu eins wiedergibt, was ich in dem Moment bin, was zu mir gehört und was nicht.

      Sich selbst nicht in die Tasche lügen… Manchmal erkennt man es halt erst viel später, aus welchen Ängsten oder Zweckgründen heraus man sich etwas schön geredet hat. Dann waren halt diese Ängste oder Zweckgründe in dem Moment mächtiger als was anderes. Dazu im Nachhinein ja sagen zu können, sich selbst verzeihen zu können, ist dann vielleicht gefragt.

      Im letzten Satz sprichst du von dir? Ich wünsche von Herzen, du holst die jeweils passende Feuerwehr, anstatt dich einfach brennen zu lassen.

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      • Sorry, hab mal wieder telegramm-mässig gesprochen und zuviel in einen Satz pressen wollen.
        Ich stimme dir natürlich zu, was das Interpretieren angeht. Ich wollte damit eigentlich sagen: Das Herz spürt. Wenn sich der Kopf einschaltet, wirds schwierig.

        Sich selbst zu verzeihen ist immer am Schwierigsten. Bei uns muss ich mir nichts verzeihen. Ich habe so gehandelt, wie ich es konnte. Und ich denke, Du ja auch. 🙂

        Und im letzten Satz spreche ich von mir, ja. Ich möchte aber wieder mal brennen… 😆

        Mittlerweile beteiligen sich alle meine Sinne, im beurteilen von Menschen (hier vielleicht speziell Frauen). Die Nase wird wichtig: Kann ich diejenige „riechen“? Die Ohren: Mag ich diejenige „hören“? Wenn ich „nur“ spüre, ist alles sofort klar. Fange ich an zu denken…. ❓

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        • Verstehe. Danke für die ausführlichere Version 🙂

          Mit dem Spüren und Denken ticke ich ein bisschen anders, glaub ich. Machts nicht leichter, nur anders.

          Mit uns hab ich auch so gehandelt, wie ich jeweils konnte, schon. Trotzdem hadere ich manchmal mit meiner Ausdauer. Dass es so lang dauert, bis ich an einen bestimmten Punkt komme.

          Dann kann ich dir nur wünschen: Brenne ohne zu denken, wenn das Gefühl einfach stimmt.

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          • Na ja, man ist halt wie man ist. Wenn ich uns in dem Lichte betrachte, fällts einfach leichter. Keine Schuld, kein hadern.
            Wer weiss, wozu das alles gut war? Vielleicht wissen wir’s ja dann mal…

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  3. Ich glaub, es gibt keinen Richtigen, sondern viele Mögliche und was dann draus wird, muss man selbst gestalten und sich befreien von dieser blöden Märchenprinzvorstellung, dass alles von selber perfekt geht.
    Mir ist vor einigen Jahren ein neuer Möglicher über den Weg gelaufen und inzwischen sehr nahe gekommen. Da ist viel Gemeinsames, aber auch viel Verschiedenes…. Ohne gegenseitigen Respekt für Dinge, die man nicht unbedingt nachvollziehen kann, geht es nicht und Zeit muss man auch investieren …..

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    • Wenn ich vom „Richtigen“ spreche, meine ich es schon nicht im Sinne eines Märchenprinzen oder, dass es nur einen einzigen richtigen Partner gäbe, mit dem man glücklich und erfüllt lieben könnte. Der Richtige in dem von mir gemeinten Sinn ist das Gegenteil von dem, der mich durch die Art der Dynamik in der Beziehung klein macht und hält. Das können selbstverständlich verschiedene sein.

      Ich verstehe deine jetzige Erfahrung und dass Zeit, Respekt und diese Dinge in eine Beziehung, die einem wichtig ist, investiert werden, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

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        • Es ist immer ein Spiel, zu dem Zwei gehören. Wie weit lasse ich mich klein machen, wie lange klein halten. Und was sind die Gründe dafür, dass es so läuft? Was kann ich unterwegs für mich lernen, bis ich an dem Punkt bin, dass ich aussteigen möchte und kann. Und was kann das Gegenüber bis dahin für sich lernen und weiter wachsen.

          Die Zweifel oder Ängste, die ich im Beitrag oben ausdrücken wollte, gehen in die Richtung, dass ich befürchte, ich könnte noch Muster in mir tragen, die „Ungesundes“ anziehen.

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  4. In meinem Katzenkalender steht für März folgender Vers:
    Eine Katze zeigt uns nur die Hälfte ihrer Fähigkeiten, die andere Hälfte behält sie sich für alle jene vor, die ihr ebenbürtig sind.
    Ich würde sagen, groß und groß sieht und findet einander.

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