München – Anreise und erster Tag

777.1 Beitragsbild

Nun sind die Fotos soweit bearbeitet, dass ich euch zeigen kann, wie sich meine Anreise nach München letzten Mittwoch 6. Mai bildlich darstellte. Ich fahre morgen zurück.

Nachdem eine gefühlt zu lange Phase mit ausgiebigen Regenfällen am Mittwoch Morgen mit letzten Regenschauern endete, war ich äußerst dankbar, dass es endlich aufhörte, der blaue Himmel raus kam und ich mich bei freundlicherem Wetter auf die Reise machen konnte.

Es begann um 11.11 Uhr in meinem Dorf mit dem Postauto, das mich zum Bahnhof Schöftland brachte, wo ich in die WSB umstieg. Die Fotos dort machte ich vor allem wegen der Freude an dem freundlich gewordenen Wetter mit blauem Himmel. 753 Abfahrt Schöftland Bhf._06.05.2015_11.25 Uhr_mit dem Smartphone

754 Schöftland Bhf._mit dem Smartphone

Im Bahnhof Zürich hatte ich ausreichend Zeit, um die gepflegte Toilettenanlage aufzusuchen und durch den Mittwochsmarkt zu schlendern. Hätte ich nicht schon ausreichend Proviant für die Fahrt mitgebracht, hätte ich hier eine Vielfalt zur Verfügung gehabt.

755 Bhf. Zürich Mittwochsmarkt 06.05.2015_12.32 Uhr_mit dem Smartphone

So konnte ich dann um 12.41 Uhr entspannt im Doppeldecker des meinfernbus (inzwischen mit Flixbus fusioniert) bei ausreichend Platz aussuchen, wo ich sitzen wollte. Oben hat man immer noch die beste Sicht. Abfahrt 13 Uhr.

756 Im Doppeldeckerbus_12.41 Uhr_mit dem Smartphone

Blauer Himmel 🙂

757 Carpark Sihlquai Zürich_mit dem Smartphone

Sicher muss ich es nicht mehr besonders betonen, wie sehr ich bei dem endlich schön gewordenen Wetter nach soviel Grau und Nässe diesmal die Überfahrt über den Bodensee bei milden Temperaturen genossen habe. Kommt mit… (Öffnen der Galerie per Klick auf eins der Fotos)

 

Zürich – München für 19 €, immer noch unschlagbar. Und sehr bequem und komfortabel. Natürlich nicht die schnellste Variante von A nach B. Aber ich schätze diese Reisen, wo die Seele Zeit hat mitzukommen, sich umzustellen. Wo ich die Landschaft vorbeigleiten sehe, meinen Gedanken nachhängen kann und Raum für das Fließen der Gefühle habe.

Es gibt von meinfernbus auch Express-Busse ab 15 €, die die Strecke in 3 Std. 45 Min. bewältigen, auf dem direkten Wege, ohne sich am Bodensee übersetzen zu lassen, aber wenn ich Urlaub habe und die Route auf meinen persönlichen Wohlfühlrhythmus einstellen kann, dann tue ich das.

So erlebte ich diesmal die Reise bei fett saftigem Grün der Frühlingslandschaft besonders intensiv und als ich zwischen Landsberg und München auf dem letzten Stück die Weite der Landschaft sah, ging mein Herz auf. Das ist doch ganz anders als die anfangs gefühlte Enge der hügeligen Schweizer Landschaft, in der auch manchmal nur von diesem zu jenem Berg gedacht wird. Gott sei Dank ist das Gefühl der Enge inzwischen gewichen und ich mag die Schweizer Landschaft. Aber der Kontrast zu der Weite der Landschaft um München ist doch eindrücklich.

Die Fahrt dauerte 4 Std. 45 Min. und wir kamen pünktlich in München an. Auch sehr entspannt, da ich unterwegs in den umlegbaren Sitzen etwas geschlafen hatte.

Wieder in der Stadt… – diesmal genoss ich es. Mein Weg führte mich vom ZOB an der Hackerbrücke zu Fuß in das Viertel, wo ich gelebt hatte und meine Kinder wohnen und ich das erste Mal eine Privatunterkunft über Airbnb gebucht habe.

Und machte erste Fotos von der Fußgängerbrücke über die Bayerstr. aus Richtung Osten und Westen sowie von dem mir so vertrauten Viertel…

 

Zu dem Foto vor der Clematis (783): Hinter den großen Fenstern im EG mit den Bögen befindet sich die Zentrale der Wohnungsgenossenschaft, innerhalb derer ich meinen Wohnraum in den letzten Jahren in München gemietet hatte und auch meine Kinder jeweils eine 1 1/2-Zi.-Whg. bewohnen.

Nachdem ich kurz bei meinem Sohn Halt gemacht und dann meine Unterkunft bezogen hatte, traf ich mich mit beiden Kindern zum Essen in einem der vielfältigen Restaurants des Viertels mit raffinierter Küche jeder gewünschten Stilrichtung und zu bezahlbaren Preisen. Diesmal hatten wir wegen des Fußball-Abends und der großräumig reservierten Tische und zu erwartenden Lautstärke einen Griechen ausgesucht. Allerdings war auch hier eine Leinwand für die Fußballübertragung vorbereitet. Als es begann, waren wir jedoch so gut wie fertig mit dem Essen und zogen uns in die Wohnung meiner Tochter zurück.

Am Donnerstag Morgen hatte ich gleich um 8 meinen Zahnarzttermin zum zweiten Teil der Implantat-Versorgung und ließ einen Zahn ziehen. Danach schlenderte ich durch die Fußgängerzone, genoss die freie Zeit und die unendlichen Möglichkeiten. Kleidung stöbern, anprobieren, verwerfen, weiter… Was für ein Luxus! Ich erstand eine Softshell-Jacke zu fairem Preis, die mir schon gute Dienste geleistet hat und wie für mich gemacht scheint.

Da mein Chef sich jeweils eine Ansichtskarte wünscht, kaufte ich dann an einem Souvenirstand eine Karte mit dem Foto eines bayerischen Weißwurst-Frühstücks und besorgte anschließend die Zutaten dafür und ließ es mir bei meiner Tochter mit ihr zusammen schmecken. Eine richtige frische Metzger-Weißwurst mit einer frischen Brezn und süßem Senf, das muss dann trotz aller vegetarischen Ambitionen auch mal sein :). Es schmeckte herrlich!

Als meine Tochter und ich am späteren Abend einen Spaziergang durch den Westpark machten, musste ich feststellen, dass der Platz des ehemaligen Seecafés immer noch leer ist und auch nicht danach aussieht, als würde dort tatsächlich jemals – wie ursprünglich geplant – gebaut werden.

785 Platz des ehemaligen Seecafe Westpark München_07.05.2015_16.01 Uhr

Am Abend traf ich mich mit einer Freundin beim Inder zu einem Abend, bei dem wir uns viel zu erzählen hatten und feststellten, wieviel seit unserem letzten Treffen im Dezember passiert ist.

Wundervoller Auftakt für einen 7tägigen Heimat-Urlaub. Fortsetzung folgt… 😉

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19 Gedanken zu „München – Anreise und erster Tag

  1. Danke, liebe Marion, fuer’s Mitnehmen auf diese schoene Reise. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Die Faehre haette ich – auf jeden Fall bei dem Wetter – auch vorgezogen.
    Hab’s fein,
    Pit

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    • Ich auch, Bettina. Es war ein intensiver und guter Abend und ich freu mich, wenn es mal wieder klappt und es bis dahin womöglich wieder Neues zu erzählen gibt.

      Wünsche euch entspannte Pfingst-Tage ⭐

      Liebe Grüße
      Marion

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    • Ach schön. Das ist wirklich eine besondere Gegend, die ich sehr mag. Ich kann mir vorstellen, wenn man dort aufgewachsen ist, dass einem die Gegend überall ein bisschen fehlt. Wobei ich überhaupt nicht beurteilen kann, wie das soziale Klima sich dort anfühlt, wie die Menschen sind, gegenüber z.B. München.

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        • Ja, das glaub ich dir.
          Für mich ist im Moment der Spagat zwischen meiner Münchner Heimat und der Schweizer Landschaft, in der ich lebe, anregend, wenn ich wirklich immer mal wieder nach München fahre. Das eine hilft mir, mich in dem anderen wieder wohl und gut zu fühlen.

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            • Kann ich gut nachvollziehen.
              Vielleicht werde ich trotzdem nach München zurückkehren, wenn ich in Rente gehe, weil ich mir ein Leben in der Schweiz dann nicht mehr leisten kann. In München bin ich Mitglied einer Wohnbaugenossenschaft, wo ich relativ günstigen Wohnraum bekommen kann. Anders kann ich es mir in München auch nicht vorstellen.

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              • Ja, die Schweiz ist ganz schön teuer. Ich würde aber trotzdem mal wieder gerne hinfahren, wollte immer schon mal auf den Säntis. Du hast echt Glück mit der Wohnungsgenossenschaft – die nehmen leider schon längst keine Mitglieder mehr auf.

                Gefällt 1 Person

                • Für Deutsche ist die Schweiz sowieso teuer, nach der Kursänderung noch mehr. Im Land verdient man normalerweise entsprechend, dass man sich das Leben leisten kann. Meine Rente wird aber überwiegend nach deutschen Verhältnissen ausfallen, insofern…

                  Ja, ich hatte Glück mit der Genossenschaft. Ein früherer Freund von mir brachte mich rein, da waren meine Kinder noch klein. Heute könnten meine Kinder sich ein Leben in München zu „normalen“ Mietpreisen wohl auch nicht leisten.

                  Gefällt 1 Person

                • Ja. Das Problem stellt sich in der Schweiz aber ganz ähnlich dar. Wer nicht auf dem hohen Niveau eingesessener Schweizer verdient, geht entweder aufs Kuhdorf raus (wie ich) oder begnügt sich mit einem Zimmer mit Kochnische.

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