ohne Worte

Einfach anschauen, bitte…

Blicke tiefer hier… (zweites Video und Buchverweis „Wer den Wind sät – Was westliche Politik im Orient anrichtet“)

Advertisements

9 Gedanken zu „ohne Worte

  1. Pingback: Wer den Wind sät | Vetchblog

    • Hallo Pit,

      ich würde die Frage anders stellen. Weil, wer ist schon „wir“? WIR sind alle Erdenbürger gemeinsam. Tragfähige Lösungen werden alle einbeziehen müssen.

      Meine Perspektive ist, dass jeder Mensch, der in und mit sich selbst Frieden hat, kein äußeres Chaos und gewaltsame Aktionen braucht.
      Wie kann also erreicht werden, dass jeder einzelne Mensch seinen Frieden findet? Manchmal braucht es andere dazu, die ihm dabei behilfich sind.

      Solange es in Organisationen und bei Einzelpersonen, die Macht haben auf diesem Planeten, in erster Linie um wirtschaftliche Interessen geht, wird es keinen Frieden geben können. Weil Frieden auch bedeutet, mit dem zuFRIEDEN zu sein, was da ist, anstatt nach immer mehr zu streben, stetes Wachstum anzustreben (wo ist das Ende? es kann nicht immer nur eine Richtung gehen und immer mehr werden).

      Ein weites Thema…

      Gruß, Marion

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Marion,
        ok, frage ich also einmal, „wann wird es endlich Frieden auf dieser Welt geben?“ Und da kommt dann sofort meine pessimistische Antowrt: „Nie.“ 😦
        Hab‘ ein feines Wochenende, tortz des ganzen Unheils auf dieser Welt,
        Pit

        Gefällt 1 Person

        • Hallo Pit,
          eine sehr menschliche Frage: „Wann wird es endich Frieden auf dieser Welt geben?“ Und ein Grundbedürfnis von den meisten Menschen.
          Wenn jeder das Nötige tun würde (und könnte), um Frieden IN SICH zu finden, wäre die Welt ein friedlicher Ort, behaupte ich mal.

          Weltfrieden ist ein großes Ding, ich mag gar nicht darüber spekulieren, ob es je welchen geben wird.
          Aber ich erfahre es so, dass ganz vieles für mich in Ordnung ist, solange ich meinen Frieden mit mir finden kann.

          Ich werde nie die Welt zu einem besseren Ort machen können, aber ich kann mich befrieden und das ist womöglich die ganze Macht, die ich wirklich habe und auch zu nutzen versuche.

          In mir ist kein Unheil im Moment, auch wenn ich sehe, dass es woanders mehr als genug davon gibt. Die momentanen Völkerwanderungen werden die Menschen vermischen, werden neue Konflikte mit sich bringen, innere Ressentimes sichtbar werden lassen, langfristig aber auch die Menschen verändern. Alle werden lernen und sich verändern müssen.

          Ich wünsch dir auch ein feines Wochenende, meines beginnt durchaus mit diesem Gefühl, dafür bin ich dankbar 🙂

          Marion

          Gefällt 1 Person

          • Hallo Marion,
            auch in mir sind weder Unheil noch Unfrieden, aber doch schon Sorge um die Zukunft, in Deutschland, hier in den USA und in der Welt. Hoffentlich klappt es mit dem Wunsch, „alle werden lernen und sich veraendern muessen“. Ich moechte hervorheben, „alle“ und „muessen“.
            Hab‘ auch ein feines Wochenende,
            Pit

            Gefällt 1 Person

            • Hallo Pit,

              erst nach dem Schreiben meines Kommentars oben, wo ich vom eigenen Befrieden geschrieben hab, wurde mir bewusst, dass 99 von 100 Personen wahrscheinlich nicht wissen, was ich damit wirklich meine. Es ist viel subtiler, als vielleicht die meisten überhaupt wahrnehmen. Insofern würde ich bei vielen Menschen, so rein von außen betrachtet, nicht davon ausgehen, dass sie Unheil oder Unfrieden in sich tragen, genauso wenig wie ich bei dir davon ausgehe.

              Was ich selbst für mich so erlebe ist etwas wirklich viel subtileres. Es sind innere Speicherungen, die normalerweise im Alltag gar nicht groß zum Vorschein kommen. Sich aber zeigen, wenn ich sehr aufmerksam und bewusst bin. Gedanken, in denen ich über andere Menschen urteile, sie abwerte, ohne dass das in meinen Handlungen sichtbar werden müsste. Oder eine Lebensweise, die zwar als „normal“ gilt, aber Zusammenhänge in der Natur ignoriert oder negiert (wie entsorge ich durch mich angefallenen Müll und Rohstoffe, wie bewusst gehe ich mit Plastik um usw.). Dann auch noch Gefühle von Misstrauen, Abwehr, Abneigung, Neid, Missgunst usw., die knapp unter der Oberfläche der Wahrnehmung schwelen können und bei hoher Aufmerksamkeit bewusst werden. Wenn ich solchen subtilen Impulsen nach innen folge, dann zeigt sich fast immer eine eigene Speicherung, der (so meine Interpretation, die nicht stimmen muss) Erfahrungen aus anderen Leben zugrunde liegen. Manchmal kann ich auch Erfahrungen aus diesem Leben dazu finden, halte aber die Wurzel davon in einem anderen Leben liegend. Ich glaube, solche Speicherungen können sehr nachhaltig verhindern, dass jemand vorbehaltlos, offen, vertrauensvoll und liebevoll mit dem Leben, sich selbst, seinem Umfeld und der Natur umgeht. Für mich persönlich galt und gilt es jedenfalls so, so wie ich das bis jetzt sehe, aber ich kann mich natürlich auch täuschen und die Zusammenhänge sind andere, die ich nicht kenne.

              Ich glaube die anderen Leben von mir selbst zu kennen, die ihre tiefsten emotionalen Spuren bei mir hinterlassen haben. Und neben emotionalen Überbleibseln sind es teilweise auch Glaubenssätze, die für mich aus jenen Erfahrungen entstanden, jetzt aber teils gar keine Berechtigung mehr haben. Das Leben führte und führt mich automatisch in Situationen, die mich auf genau diese emotionalen Hinterlassenschaften und Glaubenssätze stoßen lassen. So dass ich sie mit Aufmerksamkeit wahrnehmen kann. Indem sie mir bewusst werden, verändern sie sich. Sie führen kein unbewusstes, abgeschlossenes Dunkelleben mehr. Sie kommen an die Oberfläche wie aufsteigende Luftblasen im Wasser und zerplatzen dort. Ich verändere mich dabei.

              Um ein – wenn auch periphäres – Beispiel zu nennen, das bei mir jetzt keine Hauptrolle spielte (die tatsächlichen und zentralen Punkte möchte ich nicht unbedingt in die Öffentlichkeit tragen) ist die Erfahrung des Verlustes der Heimat. Wenn einmal (in anderen Leben) solches erlebt wurde (Vertreibung oder Flucht in verschiedenen Variationen), obwohl man in diesem Leben ein Daheim hatte, nie hungern musste usw., dann kann diese alte unbewusste Erinnerung, solange sie mir nicht bewusst ist, dazu führen, dass ich herabziehe auf sämtliche Vertriebenen und Flüchtlinge. Im Sinne etwa von: Sind doch selber schuld… Was wollen sie auch hier? Sollen doch bleiben wo sie geboren sind. Wir können doch nicht für alle zuständig sein! Die nehmen uns nur das weg, was wir selbst noch haben. Die Regierenden sollten sich um die eigenen Leute kümmern, anstatt um Fremde. – usw. usw. Wenn jemand sich an die eigene Speicherung dazu erinnert, heißt an den Ursprung, dann kann er danach sein Herz öffnen und wahrnehmen, dass er die Erlebnisse in so einer Situation selbst kennt und welche Gefühle das in ihm hervorgerufen hat. Wird er sich ihrer bewusst, kann er mit Mitgefühl und offenen Herzens auf die Menschen zugehen, die das in ihm ausgelöst haben und nun aktuell betroffen sind.

              So in etwa erlebe ich es bei mir selbst und nehme wahr, wie mich dieses Geschehen immer mehr befriedet. Ich werde freier von unbewussten Speicherungen, muss weniger ablehnen, kann offener und direkter mit vielem umgehen. Und lebe damit immer befriedigender. Ganz nebenbei verlieren sich so manche Ängste und Sorgen, die ich früher hatte. Zuversicht, die echt ist, entsteht.

              Nun lösen sich solche Speicherungen manchmal aber auch auf anderen Wegen auf, ohne dass man bewusst an die eigenen inneren Wurzeln (von woanders her) stößt. Zum Beispiel las ich das Beispiel einer deutschen Bloggerin, die auf die vielen Flüchtlinge in Deutschland mit Angst und Ablehnung reagierte. Eine befreundete Frau, die in der ehrenamtlichen Hilfe tätig war, fragte sie, ob sie nicht mithelfen könne. So konnte sie konkret werden und sich der Erfahrung stellen. Sie verweigerte sich nicht, sondern folgte der Einladung, wenn auch zweifelnd und tendenziell mit innerer Abwehr. Im direkten Kontakt mit den Flüchtlingen konnte sie nicht anders als mitfühlen und ihre innere Haltung dazu wandelte sich komplett. Nun hatte sie Menschen aus Fleisch und Blut vor sich, begegnete ihnen mit offenem Herzen und dem befriedigenden Gefühl, etwas von deren Not lindern zu können. So dass das Innere bei der Gelegenheit mit heilen kann.

              Nun, ich bin mir bewusst, dass diese Sicht als vermessen ankommen kann. Als wüsste ich besser was in anderen vorgeht als diese selbst. Und ich führe mich damit auch selbst ad absurdum, indem das meinem Glauben widerspricht, dass die Lösungen, die ich für mich persönlich finde, nicht einfach 1:1 auf andere umgelegt werden können und sollten. Warum glaube ich also, dass das, was sich mir wie gangbare Lösungen zeigt, auch für andere gilt? Als ob Aspirin immer und allen helfen kann? Als ob eine bestimmte Therapie das Allheilmittel für alle wäre? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegen da noch Reste einer inneren Haltung in mir, die ich irgendwann auch noch loslasse. Und damit auch den Glauben zu wissen, was bei anderen innerlich geschieht.

              Eigentlich reicht es schon, mich mit dem zu befassen, was in mir selbst geschieht. Es wäre klüger, es dabei auch zu belassen 😛

              Amen

              Gefällt 1 Person

Dein Kommentar...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s