Mitten aus dem Leben

Durch den Dienstag-Morgen-Damenturnkreis bin ich, bevor ich umziehe, noch mit den Damen vom Ort und Nachbardorf bekannt geworden. Sie haben mich sehr offen und freundlich in ihren Kreis aufgenommen, das hat mir viel bedeutet und gut getan, zumal es hier nicht selbstverständlich ist. Auch meiner Schulter hat es gut getan. Ich weiß gar nicht wieviele Wochen das jetzt so ging, aber es war mir eine liebgewordene Angewohnheit geworden.

Als es vor zwei Wochen das gemeinsame Abschluss-Kaffeetrinken gab und ich sagen musste, ich werde im nächsten Jahr nicht mehr kommen, merkte ich, dass es manchen teils schwer fällt zu verstehen, warum ich „schon wieder“ weiterziehe. Aus ihrer Sicht bin ich „doch erst her gezogen“. Na ja, es sind zwei Jahre. Manche hätten auch gerne näher meine Bekanntschaft gemacht, das tut gut zu wissen und spüren.

Nachdem der Kurs für dieses Jahr geendet hat, nehm ich mir seitdem den Dienstag Morgen auf meine Weise und turne daheim. Weil es gut tut, weil ich damit besser in den Tag komme, weil es anfängt Spaß zu machen. Heute zu SWR3. Das hier hat mich richtig beschwingt…

Kwabs: Walk

Oder die Version mit Text

Das berührte mich – EFF: Stimme

Da wo guter Rat teuer ist
du grad lost und gebeutelt bist
war da nicht immer diese Stimme
die dir hilft und zwar immer

Hör auf die Stimme, hör was sie sagt
sie war immer da, komm hör auf ihren Rat
Hör auf die Stimme, sie macht dich stark
sie will dass du’s schafft, also hör was sie dir sagt…

Das ist ’ne Reise ohne Navi
alles offen und immer wieder neu
all die Prüfungen ich glaub man schafft die
wenn man sich selbst so gut wies geht treu ist…

Und dann spielten sie was von einem Newcomer aus Kanada. Das gespielte Lied sprach mich nicht so an, dafür fand ich andere von ihm, die mir gefallen…

Shawn Mendes: Something Big

Shawn Mendes: Aftertaste

Shawn Mendes: Never Be Alone

Bei der Gelegenheit stolperte ich noch über

Glasperlenspiel: Ich bin ich

Glasperlenspiel hab ich schon lange nimmer gehört, kenne und mag ich hiervon: Echt

Die Suche nach einem Nachmieter für meine Wohnung hat mir eine Freundin beschert, die heute Nachmittag zum Raclette kommt, um unser erstes angeregtes Gespräch fortzusetzen. Darauf freu ich mich!

Auch wenn sie davon sprach, dass sie Milchprodukte schlecht bis teils gar nicht verträgt und sich beim Käse daher zurückhalten wird. Und ich mich in der letzten Woche per vegan taste week wieder einmal näher mit der milchlosen Ernährung auseinander gesetzt habe und vegane Mahlzeiten einschiebe, die mir sehr gut tun.

Mein Körper signalisiert mir einfach bei zu viel Milchprodukten, dass es den Stoffwechsel „verstopft“. Neben eindeutigen Signalen, die ich nicht näher benenne aber nicht anders deuten kann, scheint mir das dann direkt auf die Gelenke zu gehen, während mir die veganen Mahlzeiten ein befreites und leichtes Körpergefühl schenken und ich damit insgesamt fitter und leistungsfähiger bin.

Dazu passte, dass ich am Sonntag Morgen Geschrei aus dem benachbarten Kuhstall hörte und (wieder einmal) mitansehen und -hören musste, was da nicht optimal läuft, was zweifellos u.a. systembedingt ist. So dass ich mich wieder fragen musste: Selbst wenn ich hier wegziehe und das nicht mehr mitbekomme, möchte ich die jetzt gängige Milchwirtschaft wirklich mit dem Konsum dieser Produkte unterstützen, zumal sie mir phasenweise eindeutig nicht gut bekommen? Also sehen, welche Schritte jetzt in der Richtung für mich umsetzbar sind.

Zur Verdauung des Käses von Raclette oder Käsfondue werde ich auch heute eine Kanne schwarzen Tees vorbereiten (1 Beutel einer kräftigen Sorte auf 1 Liter Wasser mind. 1/4 Std. ziehen lassen, frischen Zitronensaft hinzufügen und so zuckern, dass er nicht mehr zu sauer ist). Mir hilft das stets, nachher nicht das Gefühl zu haben, einen Berg schwer Verdauliches in meinem Bauch liegen zu haben. Und obwohl ich sonst mit Kaffee oder anregendem Tee am Nachmittag Mühe bekomme ein- oder durchschlafen zu können, hab ich damit intessanterweise gar kein Problem, wenn ich ihn in Zusammenhang mit dem Käsegenuss zu mir nehme.

Lasst es euch gutgehen 🙂 ⭐

Und genießt, wenn ihr noch mögt, die Fotos vom Sonntag Morgen, die zeigen wie sich die Sonne vorwärts gearbeitet hat, um den Tag zu überstrahlen.

2016 Mitten aus dem Leben_13.12.2015, 9.12 Uhr

2017 Sonntag 13.12.2015, 9.12 Uhr

2018 Sonntag 13.12.2015, 11.17 Uhr

2019 Sonntag 13.12.2015, 11.17 Uhr

2020 Sonntag 13.12.2015, 11.18 Uhr

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6 Gedanken zu „Mitten aus dem Leben

  1. Ja, Abschied nehmen, etwas beenden ist immer schwer, vor allem für diejenigen, die (zurück-) bleiben. Aber Leben ist eben auch Veränderung. Und Du tust das Richtige, wenn es sich für Dich richtig anfühlt. Alles Gute dazu!
    Lieben Gruß, M.

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    • Lieber M.
      Danke für deine einfühlsamen freundlichen Worte und guten Wünsche.
      Für mich ist die Veränderung jetzt das Richtige. Sie beendet die schmerzhafte aber notwendige Klausur, die ich hier draußen hatte.
      Die Leute vom Ort, die hier alteingesessen sind, würden manchmal neue Herzen begrüßen, solche, die noch nicht mit dem Ort und ihrer (nicht immer nur positiven) Geschichte (an der manche mich teilhaben lassen) verwoben sind, wo sie unbelastet zusammensein und auch mal ihr Herz ausschütten könnten. Darum bedauern sie mein Weiterziehen.
      Aber wo es stimmige Herzbegegnungen gegeben hat, werden sie bleiben und wird man sich auch danach noch begegnen.
      Liebe Grüße
      Marion

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  2. Hallo Marion,
    mal wieder sehr stimmunsgvolle Bilder: danke!
    Ich halte Dir die Daumen, dass Du nach Deinem Umzug auch wieder Anschluss an einen netten Zirkel finden wirst.
    Was die Kuhhaltung angeht: für Milchkühe muss ich mich einmal informieren, unter welchen Bedingungen si hier in den USA gehalten werden. Bei uns in Texas gibt es so gut wie keine Milchkuhwirtschaft. Hier ist es das Fleisch, das produziert wird. Und dafür ist die Haltung absolut natürlich: nur Weidewirtschaft. Na ja, fast nur. Es gibt auch Mastbetriebe, in denen die Tiere mit Mais gefüttert werden. Aber das nur für eine ganz kurze Zeit vor dem Schlachten. Ansonsten Freiland. Und irgendetwas Unnatürliches wie z.B. Tiermehl kommt hier nicht vor. Daher hat es in den USA auch nie Rinderwahnsinn gegeben – außer in einem einzigen Fall, bei einer aus Kanada importierten Kuh.
    Hab’s fein,
    Pit

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    • Hallo Pit,
      danke dir. Das mit dem Anschluss könnte insofern ganz gut klappen, weil ich dort einfach mehr Möglichkeiten habe. Durch die Nähe zu Aarau ist mehr los.
      Wie ich las, haben die Schweiz und Österreich höhere Standards bei der Tierhaltung als Deutschland. Und die neue Freundin betreibt mit ihrem Mann einen Hof mit völlig natürlich lebenden Tieren, die für das Fleisch verkauft werden und zwar für eine bestimmte Bio-Linie. Die Auflagen sind da sehr streng, wie sie mir sagte, auch in Bezug darauf, was den Tieren gefüttert werden darf. Alles muss selbst auf dem Hof produziert sein, was man denen füttert. Und die Kontrollen sind streng. Da wird sogar im Sack für Hühnerfutter eine Probe entnommen um zu sehen, ob dort wirklich Hühnerfutter drin ist oder nicht doch irgendwas, was man den Kühen füttert und nicht erlaubt wäre.
      Solche Tierhaltung finde ich natürlich prima und ich freue mich zu hören, dass es unter solchen Bedingungen auch nicht zu Auswüchsen wie Rinderwahnsinn kam, was ja für sich spricht.
      Gruß, Marion

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  3. Hallo Marion,
    ob es hier Kontrollen gibt, weiß ich nicht. Ich habe den Verdacht, da ist zumindest nicht viel. Aber das mit der Rinderhaltung ist irgendwie selbstauferlegter Standard. Und das finde ich echt gut. Die Mastbetriebe, in die manche der Rinder allerdings vor dem Schlachten kommen, sind schon problematisch. Es sind da viel zu viele Tiere zusammen, unter unnatürlichen Bedingungen. Und die Gülle hat im Norden von Texas, im Panhandle, schon Spuren im Grundwasser hinterlassen.
    Apropos „Anschluss“: den haben wir auch hier in Fredericksburg inzwischen gefunden.
    Hab’s fein,
    Pit

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Pit,
      „selbstauferlegter Standard“ klingt gut. Aber das andere gibts also bei euch auch, zu viele Tiere, zu unnatürliche Bedingungen. Weil die Tiere nur als Produktionsfaktor und von den Kosten her betrachtet werden.
      Die Gülle führt auch in D zu Werten im Grundwasser, die so nicht sein sollten.
      Es ist schön, dass ihr euch in Fredericksburg immer besser einlebt und aufgehoben fühlt. So soll es sein 🙂
      Schönen Abend, Marion

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