Milchschaum aus Pflanzenmilch

Kürzlich bekam ich eine Kapsel-Kaffeemaschine – in stylischem lila 🙂 – und einen Milchaufschäumer.

3439 Milchaufschäumer Weiterlesen

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Mitten aus dem Leben

Durch den Dienstag-Morgen-Damenturnkreis bin ich, bevor ich umziehe, noch mit den Damen vom Ort und Nachbardorf bekannt geworden. Sie haben mich sehr offen und freundlich in ihren Kreis aufgenommen, das hat mir viel bedeutet und gut getan, zumal es hier nicht selbstverständlich ist. Auch meiner Schulter hat es gut getan. Ich weiß gar nicht wieviele Wochen das jetzt so ging, aber es war mir eine liebgewordene Angewohnheit geworden.

Als es vor zwei Wochen das gemeinsame Abschluss-Kaffeetrinken gab und ich sagen musste, ich werde im nächsten Jahr nicht mehr kommen, Weiterlesen

Von Bürger- und anderen Bewegungen, Ernährungsgewohnheiten u.a.

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Geschafft!

Mein letzter Arbeitstag des Jahres war gestern noch sehr produktiv und dicht gedrängt.

Zunächst aber gab es ein weihnachtliches „Znüni“, zu dem meine Kollegin den Tisch mit hübschen Weihnachtsservietten und Teelichtern schmückte sowie eine Dose mit duftenden selbst gebackenen Waffeln servierte. Ich hatte für jeden meiner Kollegen und den Chef eine Karte mit eigenen Fotos gestaltet und mit Gold- und Silberstiften persönliche Worte angebracht. Ich bekam eine Karte von allen unterschrieben zusammen mit einer Plätzchendose. Die Frau vom Chef hatte selbst gebacken und die Anis-Chräbeli fehlen auch nicht (Klick auf ein Foto öffnet die Galerie):

Was für mich Vanille-Kipferl sind, sind für viele hier offensichtlich Anis-Chräbeli.

Die Dose wurde vom Chef übergeben: Damit du auf dem Weg nach München was zum Futtern hast – war sein Kommentar, so oder so ähnlich. Aber diese Plätzchen landen auf dem Münchner Weihnachtstisch als Dessert. Ich habe noch nicht mal probiert.

Nach diesem persönlichen Einstieg in Weihnachten und den Jahreswechsel war klar: Der Chef muss früher weg, weil er mit dem Chor einen Auftritt hat, so dass ich bis Ladenschluss um 17.30 Uhr die Stellung halte.

Nachdem er inzwischen alle Weihnachts-Kundenbesuche mit Geschenkübergabe erledigt hat, war er noch gut beschäftigt mit der Fertigstellung von einem Satz Essbesteck, auf das ein Name sollte. Ein Ledermäppchen mit Metallclip, auf den ein Name kam, war schon fertig und durfte ich im Laden dem Kunden übergeben. Es macht immer Freude die Gesichtsausdrücke zu sehen und daran abzulesen, wie zufrieden jemand mit dem Ergebnis ist. Dann war noch eine Ledergeldbörse angefragt, auf die ein Name sollte. Ja, auch das kann der Chef mit dem Lasergerät bewerkstelligen und wird noch bis Montag Abend gemacht.

Alles was an Stempeln noch raus sollte, hatte er mit meiner Kollegin schon gestern Früh für unsere Botin parat gemacht, die Vormittags alles austrug. Da gab es dann am Nachmittag noch ein zwei Anrufe, was fehlte.

Nachmittags hat der Chef noch rasch was mit dem Fahrrad zum Kunden gebracht, ganz in der Nähe, damit es vor dem Wochenende erledigt ist; und dann noch 3 größere Handstempel fertig gestellt, die mit Logo, Bild und Text exklusiv auf Maß angefertigt wurden, alles Handarbeit. Das heißt auch das Holz für den Stempel haben wir in dem Fall auf Maß zugesägt und entsprechend behandelt (seitlich schwarz angestrichen, Griff eingebohrt), da wir hierfür keinen fertigen in passender Größe hatten. Der Kunde kam kurz vor Ladenschluss zum Abholen und war so begeistert und zufrieden, dass er die Rechnung sofort auf der Stelle mit Master-Card bezahlte.

Ich selbst wollte möglichst noch alle Schilderaufträge abarbeiten, damit der Chef während meines Urlaubs damit keinen Stress hat. Ganz hab ich es nicht geschafft, aber das was jetzt noch übrig ist, hat keine Eile und kann auch im Januar erledigt werden.

Als ich das wichtigste weg hatte, kamen immer noch neue Aufträge im Laden rein, die ich auf der Stelle erledigte, damit nichts liegen bleibt. Dabei war z.B. eine Alu-Grabplatte, die neu angefertigt werden sollte. Seit 1993 war dort der Name des Vaters drauf; nun ist noch die Mutter gestorben und die Tochter möchte bei der Gelegenheit eine neue Platte, die schöner wird als die alte. Das war insofern nicht schwer, als die bisherige Platte zwar zweckdienlich, aber von der Schriftart und Gestaltung her nicht besonders hübsch war. Die Kundin hatte recht klare Vorstellungen, was anders und besser werden soll und ich setzte das gerne um. Ich fand eine sehr passende Schriftart und gestaltete harmonisch. Da die Platte im Freien Wind und Wetter ausgesetzt sein wird, brauchte es eine spezielle Bearbeitung. Die Schrift muss tiefer als üblich gefräst werden. Bevor Farbe eingefüllt wird, kommt Primer rein. Das erhöht die spätere Haltbarkeit, so dass die Schriftfarbe nicht so leicht ausgewaschen werden kann. Leider werde ich in dem Fall nicht selbst mitbekommen, wie zufrieden die Kundin mit dem Ergebnis sein wird.

In einem anderen Fall wollte ein Kunde sein individuell auf Wunsch angefertigtes Schild abholen und war nicht sehr begeistert, als er es sah. Ich fragte ihn, ob es so für ihn in Ordnung ist und er schnaufte etwas und druckste rum… Na ja, nicht so ganz, aber ja, er nehme es trotzdem (mit einem offensichtlichen inneren Seufzen). Das ist typisch Schweizer Mentalität. Es wird nicht unbedingt gleich gerade heraus gesagt, dies und das passt mir nicht. Es wird eher verhalten gezeigt, dass man nicht ganz glücklich ist, macht aber auch nicht gleich großen Stunk. Ich fragte ihn also, was er denn gerne anders gehabt hätte (aus meiner Sicht war das kleine Schildchen sehr gut gelungen, schwarz glänzendes Metall mit silbernem Schriftzug in hübscher Schrift und zwei kleinen seitlich gebohrten Löchern). Er blickte auf unsere Messingschilder in besonderen Formen für Haustüren, die im Laden aushängen und sagte, es war eigentlich goldfarbig gedacht. Ich stutzte und sah mir nochmal den Auftrag an. Dort stand „schwarz“. Der Kunde sagte, ja, die Schrift sollte schwarz werden – und zeigte mir, dass „schwarz“ in der Spalte „Schrift“ stand. Ich sagte: Ach so, das ist natürlich ganz was anderes, wenn sie ein Messingschild wollten. Das war dann mein Fehler. Haben sie denn noch Zeit, damit wir das Schild noch einmal – diesmal korrekt – anfertigen können? Er überlegte kurz und sagte, er brauche es definitiv am 10. Januar. So schlug ich ihm vor, es bis 6. Januar morgens bei uns abholbereit zu haben. Mit dieser Lösung wirkte er dann sehr erleichtert.

Der Kunde hätte ohne mein Angebot das Schild auch so gekauft. Aber womöglich wäre es das letzte Mal gewesen, dass er in unserem Laden etwas anfertigen ließ.

Als ich abends den Laden letztlich zusperrte, war ich sehr zufrieden mit dem Geschafften und schleppte meine in der Mittagspause noch getätigten Einkäufe zur Bahn und war dankbar, diesmal pünktlich und ohne Verspätungen (was in dieser Woche mal nicht selbstverständlich war) nach Hause zu kommen.

Nachdem ich zu Abend gegessen hatte, beschloss ich, noch den Kürbis in Angriff zu nehmen. Da ich fürs Weihnachts-Raclette gerne süß-sauer eingelegte Kürbisstückchen hätte (die ich in München besorgen wollte),  aber noch über die Hälfte von diesem herrlichen Crown Prince Kürbis übrig war…

hatte ich mir am Donnerstag online ein Rezept gesucht und die nötigen Zutaten besorgt, um den Kürbis selbst einzulegen. Über die Feiertage, wo ich weg bin, wäre er mir vermutlich kaputt gegangen und dafür war er mir dann doch zu schade.

Er war noch sehr frisch und ließ sich deshalb auch ungekocht verhältnismäßig gut schneiden; trotzdem rutschte ich mit dem erst kürzlich per neuem Schleifstahl geschärften Küchenmesser ab und schnitt mir ein Stück Haut von der Daumenkuppe weg, so dass es erst mal richtig blutete. Also verarzten, bevor ich weiter machen konnte.

Über Nacht zog nun alles gut durch und ich kann ihn heute fertig stellen und in Gläser füllen. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt.

Heute konnte ich ausschlafen und genoss es sehr. Nach Träumen mit belastenden Gefühlen – das Thema Sicherheit, in einem erweiterten Sinn, arbeitet noch unterschwellig nach – lag ich noch entspannt in meiner Weihnachts-Biber-Bettwäsche und realisierte, dass ich hier sicher und wohlauf liegen kann, während es draußen immer heller wurde.

Gestern Abend war es recht stürmisch und begann dann stark zu regnen, was einen Großteil der Nacht anhielt. Das lichtete sich heute Morgen langsam…

Ich ließ mir Zeit mit Anziehen, da ich erst nach 10 Uhr im Dorfladen sein brauchte, um den bestellten Raclette-Käse für Weihnachten abzuholen. Ich habe 4 verschiedene Sorten bestellt: Mit Pfeffer, mit Paprika, mit Knoblauch und Natur, alles bereits geschnitten. Ich wurde sofort mit Namen begrüßt, alles war parat und die Dame hinter der Theke entschuldigte sich für das leichte Übergewicht gegenüber der bestellten Menge und bot an, selbstverständlich gerne noch etwas weg zu nehmen. Auch das ist typisch Schweizer Mentalität, sehr korrekt. Ich sagte, es sei alles gut so, sie soll es lassen. Und kaufte noch zusätzlich ein Stück aus der reichen Auswahl der Käse-Theke zum so essen. So waren wir letztlich beide zufrieden.

Danach beschloss ich, erst mal fein und gemütlich zu frühstücken. Da ich mir gestern die nötigen Gewürze besorgt hatte, um seit langem mal wieder selbst Chai-Tee machen zu können, kochte ich mir eine Kanne davon. Dazu gabs erst ein Silser-Brötchen (Laugensemmel) mit Chavroux; anschließend noch etwas selbst gemachtes Müsli.

Der Chai hat mich an meinen Lieblings-Inder erinnert, den ich wohl nächste Woche zwischendurch auch mal aufsuchen muss.

Inzwischen war die Sonne raus gekommen…

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Da ich aber nebenbei noch am Waschen war und dies und das machte, auch nochmal im größeren Lebensmittelladen des Nachbardorfes ein paar Kleinigkeiten eingekauft hatte, damit der Kühlschrank nicht leer ist, wenn ich mit meiner Tochter noch während eines Feiertags zurück komme, hatte die Sonne sich dann schon wieder verzogen, bis ich aufbrach, noch einen Waldspaziergang zu machen. Gut getan hat er trotzdem.

Danach konnte ich mich endlich aufraffen, auch noch das Treppenhaus zu putzen, denn wenn ich von München zurück komme, möchte ich gerne in ein sauberes Haus reingehen.

Und als Abendessen fertig war und ich den Rest Chai trank, probierte ich einen von diesen gekauften Sternen…

Was für eine Überraschung… DIE schmecken genau wie die feinsten Vanille-Kipferl, nur dass es eben Sterne sind. Die kommen auch mit nach München…

Augenzwinker

Bleibt nach dem Fertigstellen der Kürbisgläser nachher noch, die Geschenke einzupacken und die von meiner Kollegin in liebevoller Handarbeit hergestellten Engel aufzuhängen, von denen sie eine ganze Schachtel hatte und ich drei auswählen durfte. Da sie Katzen liebt und mit welchen lebt, haben ihre Engel Katzengesichter. Und die schwarze Farbe ist vermutlich schelmisch gemeint, um nicht gar so heilig zu tun und der christlichen Tradition ein Schnippchen zu schlagen.

Manche von ihnen gucken auch noch schelmisch nach oben, aber aus irgendwelchen Gründen haben mich die angezogen, die nach links gucken.

So bleibt morgen noch ein gemütlicher Tag, wo nur noch der Koffer gepackt wird. Für Montag liegt alles bereit… Die Tickets – wie praktisch, dass man alles online erledigen kann – und buntes Wertpapier der jeweiligen Länder…